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    Landesprogramm „Präventionsketten Hessen“: Neuntes Austausch- und Vernetzungstreffen

    Bericht zur Veranstaltung vom 26.03.2026

    Datum: Do., 26.03.2026

    Zeit: 09:30-13:00 Uhr

    Ort: digital

    Viele Hände halten die Fäden zusammen.
    © melita - stock.adobe.com

    Im Rahmen der regelmäßigen digitalen Austauschtreffen der Präventionsketten Hessen kamen am 26. März 2026 die Koordinationsfachkräfte aus den teilnehmenden Kommunen zusammen. Im Mittelpunkt standen ein fachlicher Impuls zur Bewegungsförderung sowie die Präsentation eines für das Landesprogramm geplanten Vertiefungsbausteins für die Altersgruppe von 0 bis 4 Jahren.

    Bewegungsförderung als kommunale Aufgabe

    Zum Einstieg informierte Felix Weber über den „Impulsgeber Bewegungsförderung“ ein digitales Planungstool zur Entwicklung einer bewegungsfreundlichen Kommune. Deutlich wurde: Bewegung ist eine zentrale Voraussetzung für gesundes Aufwachsen und gesellschaftliche Teilhabe – gleichzeitig bewegen sich viele Kinder und Jugendliche zu wenig.

    Präventionsketten in der frühen Kindheit stärken 

    Daran anknüpfend wurde ein Vertiefungsbaustein für die Altersgruppe von 0 bis 4 Jahren vorgestellt, der den Kommunen die Möglichkeit bieten soll, Fördermittel für den gezielten Ausbau der Präventionsketten mit Schwerpunkt auf werdende Eltern und junge Familien zu beantragen. Der Förderbaustein ist für den Zeitraum von Juli 2026 bis Juni 2029 geplant und richtet sich an Kommunen des Landesprogramms Präventionsketten Hessen.

    Im anschließenden Austausch wurde deutlich, dass gerade in der frühen Kindheit große Potenziale für Prävention liegen. Viele Kommunen können dabei auf etablierte Strukturen der Frühen Hilfen aufbauen, von denen die Präventionsketten profitieren. Gleichzeitig zeigte sich, dass eine gelingende Zusammenarbeit nicht selbstverständlich ist: Unterschiedliche Zuständigkeiten, getrennte Strukturen und fehlende Planungssicherheit stellen Herausforderungen dar. Erfolgsfaktoren sind eine enge Abstimmung, verlässliche Netzwerke und ein gemeinsames Verständnis von Prävention über Ressortgrenzen hinweg.

    In Kleingruppen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, konkrete Ideen für die Umsetzung vor Ort zu entwickeln und erste Ansätze für den Vertiefungsbaustein zu skizzieren.

    Rahmenbedingungen vor Ort: Chancen und Herausforderungen

    Im weiteren Verlauf richtete sich der Blick auf die aktuellen kommunalen Rahmenbedingungen. Die Teilnehmenden tauschten sich zu den Auswirkungen der jüngsten Kommunalwahlen aus und diskutierten, welche Chancen und Risiken sich für die Verstetigung der Präventionsketten ergeben.

    Dabei wurde erneut deutlich, dass politische Unterstützung und strategische Kommunikation eine zentrale Rolle spielen, um Präventionsketten langfristig zu sichern.

    Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich stärken

    Abschließend stand die Kooperation mit den Gesundheitsämtern im Fokus. Der Austausch zeigte, dass vielerorts bereits gute Ansätze bestehen, gleichzeitig aber weiteres Entwicklungspotenzial vorhanden ist – insbesondere im Hinblick auf integrierte kommunale Strategien und eine stärkere Verzahnung von Gesundheitsförderung und Prävention.


    Falls Sie an den Beispielen guter Praxis aus unseren Kommunen interessiert sind, können Sie sich gerne per E-Mail praeventionsketten@remove-this.hage.de an uns wenden.
    Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden Kommunen des Landesprogrammes Präventionsketten Hessen für den erfolgreichen Austausch.